MAXXonair - DSL
Hier werde ich vorstellen wie ich die Technik bei Kunden seit etwa Februar 2007 installiere, was für Möglichkeiten der Installation es gibt und wo die (auch meine) Grenzen liegen.
Dazu können gern Fragen an mich gestellt werden. Ich freue mich ganz besonders, wenn Kunden welche dieses Medium benutzen sich hier beteiligen.
Eins vorweg: Meckern ist einfach, wenn es mal nicht geht, doch dazu ist hier der falsche Platz. In jedem Problem steckt auch die Lösung, auch wenn es manchmal das Ende eines Vertrages bedeutet. Ich versuche jedenfalls immer die Lösung zu finden.
Bei MAXXonair gibt es grundlegend zwei Varianten. Zum einen reine Internetverbindungen (Fun, Relax) und dann die Verträge mit Telefonie.
Grundlegend wird bei beiden Varianten mittels der Sende-Empfangs-Einheit “runden Scheibe”, “Friby-Scheibe” (Fachausdruck “CPE”) eine WIMAX-Verbindung zum nächsten Funkturm hergestellt. Diese Verbindung mist wie eine “Standleitung”, also immer vorhanden. Macht ja auch Sinn, wenn man die Telefonie betrachtet.
Damit der Computer mit dem Internet Verbindung aufnehmen kann, sind bestimmte Vorraussetzungen notwendig:
Der Standort muss im Empfangsgebiet liegen und über einen ausreichenden Empfang verfügen.
Günstig ist dabei ein Sichtverbindung zum Funkturm. Ist dieser in unmittelbarer Nähe, ist der Empfang auch durch Fenster und Wände möglich. In diesem Fall reicht eine CPE mit Innenantenne.
Ausschlaggeben für die Wahl einer Innenversion ist aber weiterhin die Stabilität und Qualität der Verbindung. So spielen die Gleichmäßigkeit der Empfangsfeldstärke und das Signal-Rausch-Verhältnis sowie die Größe der Paketverluste eine bedeutende Rolle.
Der Vorteil ist die unmittelbare Antennenverbindung, also keine Verluste da kein Antennenkabel. Der Nachteil ist, “Muttern” kann beim Staubwischen die CPE schnell mal verrücken und den Empfang damit beeinträchtigen.
Durch das Antennenkabel - in der Regel 1,5 bis 2m lang - befindet sich die CPE in unmittelbarer Nähe des Fensters. In günstiger Empfangslage kann das Antennenkabel bis zu 3m lang sein.
Sowohl die CPE als auch die Fritzbox haben können an der Wand befestigt werden. Das Antennenkabel kann ohne Schaden zu nehmen am Fenster eingeklemmt werden. Der Gummi der modernen Fenster hat soviel Spielraum. Anders ist es bei alten Holzfenstern. Da muss je nachdem wie viel Spiel das Fenster im Rahmen hat, etwas Nachgearbeitet werden bzw. ein mindestens 6mm großes Loch gebohrt werden. Falls ihr nicht Eigentümer der Wohnung seid, immer den Vermieter vorher fragen.
Hier eine Möglichkeit (wenn es die Mechanik hergibt) wie ich das Antennenkabel fixiert habe, damit es in der Schließmechanik nicht zerquetscht wird.
Die spannendste Frage für mich ist immer: Wo habe ich Möglichkeiten die Antenne zu befestigen möglichst ohne Gebäudeteile durch Bohrungen zu beschädigen?
Hat der Kunde ein Jalousie welche er benutzt - dann entfällt die Montage mittels Saugnäpfen. Oft werde ich gefragt ob denn die Saugnäpfe bei stürmischem Wetter halten. Wenn die Scheibe vorher gesäubert wird und die einzelnen Saugnäpfe richtig angedrückt werden, ist es schon eine Kunst sie wieder zu entfernen.
Hier ein paar Möglichkeiten wie ich schon Antennen befestigt habe:
Wer im obersten Stockwerk wohnt, hat dabei immer gute Karten.
Bei allen Befestigungsarten ist es Wichtig, dass die Antenne nicht zu nah an größeren Metallteilen befestigt wird. Das führt zu starken “Verwirbelungen” um es mal volkstümlich auszudrücken. So habe ich einmal die Installation abbrechen müssen, da die Funkstation in Richtung parallel zum Metalldach sich befand…
Die Antenne wird mit meinem Notebook auf optimalem Empfang eingerichtet. Grob einschätzen kann man den Empfang auch an der Anzeige der CPE. Dazu einige Erklärungen im nächsten Bild.
Nach Anlegen der Netzspannung geht die CPE in den Suchmodus. Dabei werden die Empfangs LED nacheinander angesteuert. Es sieht aus wie ein Lauflicht. In dieser Zeit wird eine Tabelle mit allen möglichen Funktürmen abgearbeitet und eine Verbindung mit dem besten Funkturm hergestellt. Die Anzeige der Feldstärke steht auf Maximum.
Erst dann kann das vorhandene Modem (Fritzbox oder Linksys-Router) eine Internetverbindung aufbauen. Die Empfehlung des Netzbetreibers: beide Geräte immer am Netz lassen, so kann einerseit eine Falscheinbuchung in eine fremde Antenne vermieden werden… und des Nachts werden falls notwendig Firmware-Updates der CPE ermöglicht.
Die richtige Reihenfolge an den richtigen Anschlüssen ist sehr wichtig.
Was nicht in der Anschlussbeschreibung der Fritzbox steht: Das Kabel von der CPE (meist grau) kommt nicht in den ersten Anschluss von links (Modemanschluss für Festnetz-DSL) sondern in LAN1 - erster LAN-Anschlauss (rot) von links. In den anderen Anschlüssen klappt es nicht! Die verbleibenden drei weiteren LAN-Anschlüsse können für PC verwendet werden.
Von diesen aus - oder per Antenne (WLAN) geht es auf euren PC. Doch dazu später…



















